Den Takt unseres Lebens bestimmen die Ereignisse – ihre Abfolge, Dauer und Fülle. Wie wir sie wahrnehmen, darüber streiten Psychologen und Hirnforscher. Doch eines zeigen ihre Expeditionen in die vierte Dimension schon jetzt: Unser Gespür für Zeit ist tief im Gehirn verankert.
Chronos, der Gott der Zeit, ist von wankelmütigem Wesen. Sind wir eine Unterhaltung vertieft oder vergnügen wir uns mit Freunden oder im Spiel, fliegt er in Windeseile vorbei – im Wartezimmer des Zahnarztes dagegen kriechte er nur träge dahin. Echte und erlebte Zeit klaffen dann auseinander: Die an sich stetig dahinfließende Zeit vergeht subjektiv mal rasend schnell, mal elend langsam ...
Infos
Literaturtipps
Hoagland, H.: The Physiological Control of Judgements of Duration: Evidence for a Chemical Clock. In: Journal of General Psychology 9, 1933, S. 267-287.
Janssen, P., Shadlen, M. N.: A Representation of the Hazard Rate of Elapsed Time in Macaque Area LIP. In: Nature Neuroscience 8(2), 2005, S. 234-241.
Matell, M., Meck, M.: Neuropsychological Mechanisms of Intervall Timing Behaviour. In: BioEssays 22, 2003, S. 94-103.
Ornstein, R. E.: On the Experience of Time. New York: Penguin, 1969.